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Wo die Hunde mit dem Schwanz bellen...
Sie werden sich wundern, diese Stadt und ihre merkwürdigen Hunde gibt es tatsächlich - und zwar schon seit über 1000 Jahren.
Und die Hunde bellen am lautesten am Sonntagmorgen mit dem Schwanz, außerdem bei Hochzeiten, Beerdigungen
und bei Feuer...
Und das hat folgende Bewandnis: Als Erzbischof Giselbert im 13. Jahrhundert die Stadt gründete, zog er dazu holländische
Wasserbaumeister heran. Die Holländer waren bekanntlich praktische Leute. Sie zeigten den Buxtehudern nicht nur,
wie man durch geschickten Grabenzug selbst aus Moor Profit schlägt, sondern sie revolutionierten auch den
Glockenschlag des Buxtehuder Kirchturms. Die Buxtehuder ließen nämlich damals noch rohe Kräfte walten, wenn es um die
Kirchenglocke ging.
Die Holländer dagegen gingen schlauer vor; sie befestigten an der Glocke - die sie "HUNTE" nannten - ein langes Seil
(eine "SCHWANZ" ) und "BELLTEN" (englisch bell: Glocke) damit. Gewisse Verständigungsschwierigkeiten zwischen
den Holländern und Buxtehudern führten in der Folge dazu, daß seitdem die Hunde in Buxtehude mit dem Schwanz
bellen...
Die Buxtehuder haben sich inzwischen daran gewöhnt, daß sie auf den Hund gekommen sind.
Sie setzten ihm ein Denkmal, das einzige Hundedenkmal in der Bundesrepublik.
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